In Erwartung des Kulturtages

Datum: 05.02.2021

kategorie: Aktualno

Die Kultur ist in Slowenien von besonderer Bedeutung; oft wird sogar betont, dass sie für die SlowenInnen staatsbildend ist. So ist einer der offiziellen und arbeitsfreien Feiertage im Land der slowenische Kulturfeiertag, auch der Prešeren-Tag gennant. Er ist dem slowenischen Dichter France Prešeren gewidmet, der seine Arbeiten in der Zeit der Romantik verfasste und eine besondere dichterische Sprache im Slowenischen entwickelte. Er verstarb am 8. Februar 1948. Sein Werk, mit dem er nicht nur den slowenischen sondern auch den gesamteuropäischen Kulturraum geprägt hat, ist ein wesentlicher Teil des slowenischen Literatur- und Kulturvermächtnisses. In dem Gedicht “Zdravljica” (Trinklied), dessen Teil später zur slowenischen Nationalhymne ausgerufen wurde, betonte er die Kraft der Vielfalt und des gegenseitigen Respektes: „Es leben alle Völker, / die sehnend warten auf den Tag, / daß unter dieser Sonne / die Welt dem alten Streit entsag! / Frei sei dann / jedermann, / nicht Feind, nur Nachbar mehr fortan!“ (Quelle: France Prešeren, üb. von Klaus Detlef Olof, Hermagoras, Klagenfurt 2000).

Zum slowenischen Kulturfeiertag werden die höchsten nationalen Auszeichnungen für herausragende künstlerische Leistungen verliehen: die Prešeren-Preise und die Preise des Prešeren-Fonds. Wir gratulieren den heurigen PreisträgerInnen ganz herzlich!

Den Prešeren-Preis für ihr Lebenswerk bekommen heuer der Schriftsteller Feri Lainšček und der Architekt Marko Mušič. Die Preise des Prešeren-Fonds 2021 gehen an: den Lyriker Brane Senegačnik für den Gedichtband Pogovori z nikomer, die Violinistin Lana Trotovšek für ihre darbieterischen Leistungen der letzten drei Jahre, den Theaterregisseur Tomi Janežič für seine Regiearbeit in slowenischen Theaterhäusern in den letzten drei Jahren, den Regisseur und Drehbuchautor Matjaž Ivanišin für die Regie und das Drehbuch des Spielfilmes Oroslan, den Mahler Sandi (Aleksander) Červek für die Ausstellung 1 + 1 = 11 in der Galerie der Stadt Ptuj sowie die Architekten Blaž Budja, Rok Jereb und Nina Majoranc für das Projekt des Mütterheimes in Ljubljana und für das Betriebsgebäude des Thermalbades Terme Čatež